Header Logo
munich_i / AI.Society

AI.Society: Robotik- und KI-Anwendungen der Zukunft

Ausstellung und Dialogplattform

Von Menschen für Menschen

Ob privat oder beruflich; gesellschaftlich oder wirtschaftlich: Robotik und Künstliche Intelligenz haben unser Leben grundlegend verändert – und werden dies auch weiterhin tun. Auf welche Bereiche wird sich der Einsatz innovativer Technologien besonders auswirken? Von welchen neuen Anwendungen werden wir zukünftig profitieren?

Neben konkreten Anwendungen für Arbeitswelt, Gesundheitswesen, Mobilität und Umwelt beleuchtet AI.Society auch ethische Fragestellungen rund um Robotik und KI. Weil der damit verbundene gesellschaftliche Wandel viele Chancen, aber auch neue Herausforderungen mit sich bringt. Umso wichtiger ist die konstruktive Gestaltung eines solchen Transformationsprozesses. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft entwickeln gemeinsam Visionen und Ansätze, wie dieser Prozess zu einer lebenswerten Zukunft beiträgt. Eine Zukunft, die immer auch die Gesellschaft mit einbezieht.

Die Fokusthemen

Zukunftsfeld Arbeit

Nichts beeinflusst und verändert den Arbeitsbereich so sehr wie die Entwicklung neuer Technologien und Produktionsmittel. Doch es hat ein Umdenken stattgefunden. So verfolgen die Forschungsexperten der Technischen Universität München (TUM) in ihrer Vision der Fabrik der Zukunft einen anderen Ansatz: den menschenzentrierten. Es geht darum, die Fähigkeiten des Menschen zu stärken, handwerkliche Möglichkeiten zu erweitern und eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen.

© Messe München GmbH

Das interdisziplinäre Netzwerk Work@MIRMI umfasst mehr als 20 Institute aus den Fakultäten Maschinenbau, Informatik, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Bauwesen, Geographie, Umwelt, Sport und Gesundheit. Es erforscht Herausforderungen wie den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel, den Klimawandel sowie die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Eins ihrer Leuchtturmprojekte: die KI.FABRIK der Hightech-Agenda Bayern, die für eine krisensichere und profitable Produktion modernster IT- und mechatronischer Hightech-Komponenten bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden soll. AI.Society bietet Ihnen vertiefende Einblicke in verschiedene Showcases.

Rückblick: Showcases 2022

KI.FABRIK: Kollektives Lernen

Die Demo Kollektives Lernen zeigt die überlegene Lerngeschwindigkeit einer vernetzten Roboter-Gruppe im Vergleich zu einem einzelnen. Während dieser mehrere Stunden bräuchte, um eine Aufgabe wie das Einsetzen zu lernen, baut die Gruppe hingegen auf den Erfahrungen der anderen auf – und gelangt so in kürzerer Zeit zur besseren Lösung.

Future of Workshop

Bei Future of Workshop geht es um die Themen Skill-Learning, Mensch-Roboter-Kollaboration, Kraft-Impedanz-Kontrolle und Bewegungsplanung, die hier nachvollzogen und getestet werden können.

KI.FABRIK: Remote Robotic Teleoperation

Der Demonstrator Remote Robotic Teleoperation zeigt die Herausforderungen einer menschenzentrierten Teleoperationsstation für Produktionsaufgaben, die derzeit weitgehend manuell ausgeführt werden – zum Beispiel die Montage. Visuelles und bilaterales haptisches Feedback im Zusammenspiel von Mensch und Roboter ermöglicht die ferngesteuerte Unterstützung von Montageaufgaben.

KI.FABRIK: Digitaler Zwilling

Die Digitalen Zwillinge in der KI.Fabrik werden mit Hilfe von Engineering-Daten und Live-Betriebsdaten erstellt. Für das Wittenstein-Getriebe wurde ein prototypischer Digitaler Zwilling entwickelt, der ein Asset elektronisch standardisiert beschreibt und dabei auf die Asset Administration Shell zurückgreift. Das ermöglicht den Datenaustausch zwischen Industrieanlagen sowie zwischen Anlagen und Produktionsorchestrierung oder Engineering-Tools. Aufgrund des hohen Aufwands bei der manuellen Informationsextraktion aus den verfügbaren Engineering-Dokumenten wird in dieser Demonstration ein Werkzeug zur automatischen Generierung einer Asset Administration Shell aus .stp-Dateien (CAD) des Wittenstein-Getriebes gezeigt. Weitere automatisierte Werkzeuge zur Informationsextraktion, z.B. für die Formate .pdf und .xml, werden entwickelt. Dies ist der erste Schritt in Richtung eines industriellen Echtzeit-Digitalen Zwillings des gesamten Set-ups der KI.Fabrik.

KI.FABRIK: Automated Cable Insertion via Robots

Der Automated Cable Insertion Demonstrator zielt auf das Problem der Manipulation verformbarer Objekte im Produktionsprozess ab – denn dieses muss derzeit noch manuell gelöst werden. Zur Erkennung und Nachverfolgung werden visuelle und taktile Informationen bereitgestellt; die Verkabelung wird autonom durch die Zusammenarbeit von zwei Panda-Robotern gelöst.

KI.FABRIK: Biomimetische Maus

In der Natur wird die Bewegung von Vierbeinern durch die kombinierte Aktion von Wirbelsäule und Beinen ausgeführt. In Anlehnung daran wurde die biomimetische Maus mit einer seitlich gebogenen Wirbelsäule entworfen, um ihre Fortbewegung zu optimieren. Der Mausroboter profitiert von der regelmäßigen seitlichen Biegung einer weichen Wirbelsäule – dadurch kann er sich agiler fortbewegen und durch ein Labyrinth-Szenario laufen.

Olive Robotics – Next Generation Smart Modular Robotics

Das Start-up Olive Robotics präsentiert intelligente modulare Roboterkomponenten mit nativer ROS-Unterstützung für ein einfaches Prototyping und zur flexiblen Erweiterung ROS-basierter Roboter- und Automatisierungssysteme.

RobCo Roboter – Modular Industrial Robot

RobCo hat die Vision des Roboters für jedermann. Mit ihrer maßgeschneiderten All-in-One-Roboterlösung können sie KMUs bei ihrem Transformationsprozess zur Industrie 4.0 begleiten.

Zukunftsfeld Mobilität

Mobilität bewegt uns alle – im wahrsten Sinne des Wortes – und damit auch die Robotik und AI.Society. Nachhaltige und flexible Mobilitätslösungen werden unsere Zukunft prägen. Autonome Fahrzeuge, vernetzte Mobilität, fliegende Roboter, Dynamikmodellierung und Kollisionserkennung sind wesentliche Bestandteile der mobilen Robotik. Darüber hinaus erleichtert uns KI den Zugang zu neuen Mobilitätsformen und hilft uns, menschliche Fehler auszuschließen.

Artisense – Visual Navigation for Autonomous Mobile Robots

Rückblick: Showcases 2022

Artisense

Artisense entwickelt eine integrierte Lokalisierungsplattform für die Automatisierung von Robotern, Fahrzeugen und Anwendungen der räumlichen Intelligenz.

Fernride

Fernride, ein weiteres TUM-Spin-off, präsentiert sein Projekt für nachhaltige Logistik, das die Fähigkeiten von Fernfahrern mit autonomen Technologien kombiniert.

Zukunftsfeld Gesundheit

Viele Roboter, die zuvor in der Industrie eingesetzt wurden, werden nun angepasst, um den anspruchsvolleren Herausforderungen des Gesundheitssektors gerecht zu werden. Die Gründe? Eine immer älter werdende Bevölkerung und der Mangel an medizinischem Fachpersonal. Computer Vision, maschinelles Lernen, Virtual und Augmented Reality u. a. werden die Robotik zukünftig auf ein völlig neues Niveau heben, so dass sie zu echten Mitarbeitern werden können.

Geriatronics World: PARTI and GARMI

Rückblick: Showcases 2022

Geriatronik

Die Leuchtturm-Initiative Geriatronik in Garmisch-Partenkirchen entwickelt adaptive, humanoide Serviceroboter zum Erhalt der Selbstbestimmung im Alter. Mit Hilfe von 3D-Navigation, Umgebungsüberwachung und Objektmanipulation entstehen zuverlässige Tools zur Patientenüberwachung, die alten Menschen mehr Sicherheit geben und das Pflegepersonal unterstützen. Ziele: der Erhalt von Mobilität und der zwi-schenmenschlichen Interaktion im Alter sowie längere Selbstständigkeit durch technische und intuitiv zu bedienende Assistenzsysteme. Geriatronik zeigt die Interaktion zwischen verschiedenen Robotern: z. B. den Prototypen von GARMI und seinen Partnern MUCKI und PARTI, die für verschiedene Aufgaben wie Prävention, Diagnose oder Rehabilitation konzipiert sind.

ProteCT – Protection against the Coronavirus through Robot-Assited Telemedicine

Während sich die Telekonsultation in den letzten Jahrzehnten rasch weiterentwickelt hat, hinken Telediagnostik und Telemanipulation noch hinterher. Um das zu ändern, hat ProteCT eine robotergestützte Telediagnosestation entwickelt, die berührungslose Untersuchungen ermöglicht – von grundlegenden Vitalparametertests bis hin zu Untersuchungen, die eine intensivere körperliche Interaktion erfordern wie Rachenabstriche oder das Abtasten des Abdomens. Das System wird vom Arzt ferngesteuert und garantiert so eine berührungslose Interaktion, die eine vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung gewährleistet.

AURORA – a mobile service robot for the OR

Die Entlastung von OP-Teams bei chirurgischen Eingriffen ist das Ziel des Projekts AURORA. Der kontextsensitive mobile Assistenzroboter ist in der Lage, sich autonom im unsterilen Bereich des Operationssaals zu bewegen und dem sterilen OP-Team Instrumente, Medikamente u.a. zu bringen. Dazu kombiniert das System Elemente des autonomen Fahrens mit Domänenwissen und Situationsbewusstsein, die durch intelligente Objektmanipulation ergänzt werden.

Enari – MPER Lab

Das Start-Up Enari stellt mit dem MPER Lab sein System zur Erstellung von Bewegungsprofilen vor, das die Aktivitäten des menschlichen Muskelskeletts erfasst und überwacht. Dank eines Digitalen Zwillings können menschliche Bewegungsabläufe mit Hilfe spezieller Sensoren interpretiert und vorhergesagt werden. Darüber hinaus liefern die Sensoren Informationen über Sehnen und Bänder, die Muskelinnervation sowie das Verhältnis von Muskel- und Fettgewebe.

Zukunftsfeld Umwelt

Zu unseren dringlichsten Problemen gehört der Bereich Klima und Umwelt. Wie können KI und intelligente Roboter dazu beitragen, diese große globale Herausforderung gezielt anzugehen? In der nachhaltigen Landwirtschaft, beim Umweltschutz und zur Messung der Luftqualität kommen bereits verschiedene Anwendungen zum Einsatz.

SeaClear

Rückblick: Showcases 2022

Angsa – The Autonomous Trash Picking Robot

Angsa, eine Ausgründung der TUM, stellt einen autonomen Roboter vor, der kleine Abfälle auf Grün- und Kiesflächen erkennen und selektiv entfernen kann.

SeaClear

SeaClear geht noch deutlich weiter und sorgt für die Reinhaltung der Ozeane. Per Roboter lassen sich Abfälle auf dem Meeresboden selbst kilometerweit unter der Oberfläche lokalisieren und einsammeln.

Future of Environmental Monitoring via Accessible Robot Interfaces

Die robotergestützte Umweltüberwachung sorgt für valide Datensammlungen, die live per Telepräsenz an Umweltexperten übermittelt werden. Future of Environmental Monitoring via Accessible Robot Interfaces zeigt, wie diese Technologie auch von Nicht-Experten genutzt werden kann – in Form interaktiver Telepräsenz-Sitzungen mit ferngesteuerten Robotern am AI.Society-Stand.

Aerial Manipulation

Aerial Manipulation präsentiert eine Drohne, die bei der Ernte von Obst und Gemüse behilflich ist – vor allem im schwer zugänglichen Umfeld.

Das war die AI.Society 2022

© Messe München GmbH
© Messe München GmbH
© Messe München GmbH
© Messe München GmbH
© Messe München GmbH

i_space – das Forum der AI.Society

Über die technische Machbarkeit der Robotik und Automation hinaus geht es im Forum i_space. Handverlesene Demo-Teams gewähren spannende Einblicke in ihre aktuelle Forschung und reale Szenarien. Zu den Programm-Highlights gehört der „Ethics Round Table“ sowie die Podiumsdiskussion „KI.FABRIK Bayern“.