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Ausstellungshighlight Service Robot City

Stets zu Diensten: Serviceroboter live erleben

Die Zukunft gehört den Servicerobotern – darauf lassen rekordverdächtige Wachstumsraten und die Erprobung immer neuer Einsatzmöglichkeiten schließen. Wobei können sie uns genau zur Hand gehen? Wie einfach ist ihr Handling tatsächlich? Welche Technologien stecken dahinter? Der Gemeinschaftsstand Service Robot City beantwortet alle wichtigen Fragen und bietet einen spannenden Überblick über die vielen Einsatzfelder von Servicerobotern. Ob Health, Hospitality, Retail, Work oder Inspection & Monitoring: Erleben Sie neue innovative Exponate in Aktion – und entdecken Sie effektive Lösungen zum Thema Fachkräftemangel. Apropos: Das Personal im Robot Restaurant vor Ort ist natürlich auch teils maschinell. Kaffee? Kollege Roboter kommt gleich.

Arbeitskräfte der Zukunft

Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben entsteht eine immer größer werdende Lücke. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB, gab es allein in Deutschland im vierten Quartal 2022 1,98 Millionen offene Stellen – eine Steigerung um 8,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Im Jahr 2025 könnten laut einer Prognos-Studie schon 2,9 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Besonders hart trifft es dabei den Dienstleistungssektor. Ohne Automatisierung wird dieser auf Dauer nicht weiter funktionieren können.
Die Folgen? Fatal. Weil neben Gastro und Co. zum Beispiel auch Labore und Kliniken betroffen sind – und damit unser aller Gesundheit.

Die gute Nachricht: Serviceroboter haben sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt – und sind nun vielerorts einsatzbereit. Vom komplizierten chirurgischen Eingriff, der Betreuung im Seniorenheim über Transportaufgaben bis hin zu Arbeiten in der Gastronomie oder Landwirtschaft: Die Möglichkeiten sind vielfältig und noch längst nicht ausgeschöpft. Selbst Erdbeeren lassen sich bereits per Roboter ernten.

Das Potenzial: quasi unendlich

Nicht nur Cobots und Serviceroboter – zu denen zum Teil auch mobile Robotersysteme und AGV zählen – entwickeln sich weiter, sondern auch ihre Potenziale. Steigende Variabilität und verbesserte sensorische Fähigkeiten qualifizieren Roboter-Systeme für ein immer breiteres Aufgabenspektrum. Rückenwind erhält die Servicerobotik auch aus der klassischen Industrierobotik: mit kollaborativen Robotern, durch no code Programmierung bis hin zur sehenden und fühlenden Robotik.

Außerdem: Noch nie war es so einfach, Roboter zu bedienen und programmieren – auch für Menschen ohne ausgeprägte Fachkenntnisse. Dadurch wird die Servicerobotik zur relevanten Schlüsseltechnologie in allen möglichen Branchen und Bereichen. Und genau das zeigt unser neuer automatica Showcase Service Robot City. Überzeugen Sie sich von der Performance einer neuen Generation, die mit einfacher Programmierung und intuitiver Bedienbarkeit punktet. Und viele innovative Lösungen auch für Ihr Unternehmen bereithält.

Der Gemeinschaftsstand wird in Kooperation mit dem VDMA R+A durchgeführt und vom Fraunhofer IPA unterstützt. Strukturiert nach den relevanten Anwendungsfeldern bietet er spannende Möglichkeiten zum Anfassen und Ausprobieren – als Basis für weiterführende Fachgespräche und konkrete Investitionsentscheidungen.

Nice to meet you: Roboter vor Ort

So unterschiedlich ihre Einsatzfelder auch sind, eins haben alle vorgestellten Exponate gemeinsam: Sie laden zur Interaktion ein und bieten Ihnen ein faszinierendes Live-Erlebnis. In unserem Roboterrestaurant verwöhnen Sie Plato der United Robotics Group und seine Gastroroboterkollegen von Keenon mit Snacks und Getränken – letztere je nach Wunsch auf offenen Tabletts oder in geschlossenen Behältern. Excellentic hingegen nutzt Servierroboter des Herstellers OrionStar Robotics, um Informationsmaterial an die Gäste einer simulierten Hotellobby verteilen zu lassen. Hier begegnen Sie auch dem Lieferroboter Jeeves von Robotise, der als mobile Minibar eingesetzt werden kann. Cocktail gefällig? Der TruMixer von igus in Kooperation mit TruePhysics steht bereit!

Weiter geht es ins Labor. Hier übernimmt der uMobileLAB der United Robotics Group das Probenhandling. Der UV-Desinfektionsroboter HERO21 der ICA Traffic GmbH kommt in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zum Einsatz – sofern es sich um menschenleere Umgebungen handelt. Im Gegensatz zum Workerbot9 Care-home von pi4_robotics, der für den direkten Kontakt mit Bewohnern und Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen konzipiert wurde. Er liefert zum Beispiel Getränke oder erinnert an wichtige Termine.

Die Transportroboter von PAL Robotics unterstützen die Intralogistik in der Produktion. Je nach Anwendungsfall werden diese mit unterschiedlichen Fahrwerkstypen und Aufbauten für die Lastaufnahme angeboten. Der Assistenzroboboter Tiago ist mithilfe seiner Arme sogar in der Lage, benötigte Gegenstände selbstständig zu erkennen und zu greifen. Metralabs bietet mit seinem Cary einen flexiblen Transportroboter, der die zu transportierenden Lasten selbstständig aufnimmt. Sein Kollege Tory führt eigenständig Inventur, bspw. im Einzelhandel, durch. Neben der Logistik spielt in industriellen Anwendungsfeldern auch die Bodenreinigung eine wichtige Rolle. Hier überzeugt CR700 von Adlatus, der seine Arbeit in verschiedenen Innenräumen autonom erledigt.

Neben diversen Robotern für den Einsatz in bereits fertiggestellten Gebäuden, wird vom Italian Institute of Technology IIT auch ein Roboter für den Bau präsentiert. Dieser kann sowohl beim Heben und Transportieren schwerer Gegenstände unterstützen als auch beim Markieren der Wände für die weitere Bearbeitung. Ihre Anwendung ist nicht dabei? Erfahren Sie vor Ort, was unsere Aussteller noch in der Pipeline haben – und entwickeln Sie weitere Zukunftsszenarien mit der Community vor Ort.

Human Study #1 – Robot goes Art

Kunst oder Roboter? Beides. Der Franzose Patrick Tresset ist vor allem für seine performativen Installationen bekannt, in denen Roboter als zeichnende Maschinen auftreten. Seine Arbeiten zeigen die Komplexität und doch gleichzeitig den künstlerischen Aspekt der Robotik in Kunst und Ästhetik. In Zusammenarbeit mit der BERGSON PULPO GALLERY präsentiert er seine bekannteste Installation in einem ungewöhnlichen, aber umso passenderen Umfeld: hier bei uns in der automatica Service Robot City.

Human Study #1 besteht aus einem Ensemble von drei Roboterarmen, die an einem Schulschreibtisch befestigt sind. Diese Arme werden von einer motorisierten Kamera geführt und gesteuert, um skizzenhafte Porträts zu zeichnen. Das Besondere an diesen Robotern: Sie nehmen die Präsenz der dargestellten Person wahr und lassen sie so Teil der Installation und Performance werden.

"Meine Leidenschaft für Robotik und performative Installationen ermöglicht es mir, mich in mikro-erzählende Geschichten und Inszenierungen zu vertiefen und ein Spektakel zu schaffen, das mit den Erinnerungen und Erfahrungen des Publikums in Verbindung steht. Meine Arbeit soll kein direkter Kommentar zur Technologie sein, sondern eine Reflektion der menschlichen Erfahrung durch eine Linse, die innovative und hochmoderne Techniken nutzt.“ Patrick Tresset

Human Study #1

Patrick Tresset, Photo by New Media Gallery
Patrick Tresset, Photo by tommo
Patrick Tresset
Patrick Tresset

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