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Service Robot City

Stets zu Diensten: Serviceroboter live erleben

Die Zukunft gehört den Servicerobotern – darauf lassen rekordverdächtige Wachstumsraten und der große Erfolg unserer Service Robot City 2023 schließen. Wobei sie uns genau zur Hand gehen können? Der Gemeinschaftsstand bot einen aufschlussreichen Überblick über die vielen verschiedenen Einsatzfelder von Health über Hospitality und Retail bis hin zu Work oder Inspection & Monitoring. Publikumshighlight: das maschinelle Personal im Robot Restaurant vor Ort. Die Service Robot City lädt auch 2025 wieder zu zahlreichen Entdeckungen ein – wir sind gespannt.

Das war die Service Robot City 2023

45 % aller Besucher haben den Ausstellungsbereich Professionelle Servicerobotik besucht – und machten die Service Robot City zu einer der am stärksten frequentierten Sonderschauen, die von 94% als ausgezeichnet bis gut bewertet wurde. Für alle, die 2023 nicht dabei sein konnten oder noch einmal ins Thema eintauchen wollen: Film ab.

Nice to meet you: Roboter vor Ort

So unterschiedlich ihre Einsatzfelder auch waren, eins hatten alle vorgestellten Exponate gemeinsam: Sie boten Interaktion und faszinierende Live-Erlebnisse. In unserem Roboterrestaurant wurden Besucher von Plato (United Robotics Group) und seinen Gastroroboterkollegen von Keenon mit Snacks und Getränken verwöhnt. Excellentic hingegen nutzte Servierroboter von OrionStar Robotics, um Informationsmaterial an die Gäste einer simulierten Hotellobby verteilen zu lassen. Hier begegneten Sie auch dem Lieferroboter Jeeves von Robotise, der als mobile Minibar eingesetzt werden kann. Cocktail gefällig? Der TruMixer von igus in Kooperation mit TruePhysics stand als Barkeeper bereit.

Auch im Labor gab es einiges zu entdecken: Zum Beispiel uMobileLAB (United Robotics Group), der für das Probenhandling zuständig ist. Der UV-Desinfektionsroboter HERO21 der ICA Traffic GmbH kommt in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zum Einsatz – sofern es sich um menschenleere Umgebungen handelt. Im Gegensatz zum Workerbot9 Care-home von pi4_robotics, der für den direkten Kontakt mit Bewohnern und Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen konzipiert wurde. Er liefert zum Beispiel Getränke oder erinnert an wichtige Termine.

Die Transportroboter von PAL Robotics unterstützen die Intralogistik in der Produktion. Je nach Anwendungsfall werden diese mit unterschiedlichen Fahrwerkstypen und Aufbauten für die Lastaufnahme angeboten. Der Assistenzroboter Tiago ist mithilfe seiner Arme sogar in der Lage, benötigte Gegenstände selbstständig zu erkennen und zu greifen. Metralabs bietet mit seinem Cary einen flexiblen Transportroboter, der die Lasten selbstständig aufnimmt, während sein Kollege Tory eigenständig Inventur, z.B. im Einzelhandel, durchführt. Neben der Logistik spielt in industriellen Anwendungsfeldern auch die Bodenreinigung eine wichtige Rolle. Hier überzeugt CR700 von Adlatus, der seine Arbeit in verschiedenen Innenräumen autonom erledigt.

Neben diversen Robotern für den Einsatz in bereits fertiggestellten Gebäuden wurde vom Italian Institute of Technology IIT auch ein Roboter für den Bau präsentiert. Sein Aufgabengebiet? Das Heben und Transportieren schwerer Gegenstände oder auch das Markieren der Wände für die weitere Bearbeitung.

Human Study #1 – Robot goes Art

Kunst oder Roboter? Beides. Der Franzose Patrick Tresset präsentierte sein bekanntestes Werk Human Study #1 im ungewöhnlichen, aber umso passenderen Umfeld der automatica Service Robot City. Die Installation beinhaltet drei Roboterarme, die von einer motorisierten Kamera geführt und gesteuert, um skizzenhafte Porträts zu zeichnen. Das Besondere: Sie nehmen die Präsenz der dargestellten Person wahr und lassen sie so Teil der Performance werden.

Arbeitskräfte der Zukunft

Was Serviceroboter unersetzlich macht? Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben entsteht eine immer größer werdende Lücke. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB, gab es allein in Deutschland im vierten Quartal 2022 1,98 Millionen offene Stellen – eine Steigerung um 8,8 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Im Jahr 2025 könnten laut einer Prognos-Studie schon 2,9 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Besonders hart trifft es dabei den Dienstleistungssektor. Ohne Automatisierung wird dieser auf Dauer nicht weiter funktionieren können. Die Folgen? Fatal. Weil neben Gastro und Co. zum Beispiel auch Labore und Kliniken betroffen sind – und damit unser aller Gesundheit.

Die gute Nachricht: Serviceroboter haben sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt – und sind nun vielerorts einsatzbereit. Vom komplizierten chirurgischen Eingriff, der Betreuung im Seniorenheim über Transportaufgaben bis hin zu Arbeiten in der Gastronomie oder Landwirtschaft: Die Möglichkeiten sind vielfältig und noch längst nicht ausgeschöpft. Selbst Erdbeeren lassen sich bereits per Roboter ernten.

Das Potenzial: quasi unendlich

Nicht nur Cobots und Serviceroboter – zu denen zum Teil auch mobile Robotersysteme und AGV zählen – entwickeln sich weiter, sondern auch ihre Potenziale. Steigende Variabilität und verbesserte sensorische Fähigkeiten qualifizieren Roboter-Systeme für ein immer breiteres Aufgabenspektrum. Rückenwind erhält die Servicerobotik auch aus der klassischen Industrierobotik: mit kollaborativen Robotern, durch no code Programmierung bis hin zur sehenden und fühlenden Robotik.

Außerdem: Noch nie war es so einfach, Roboter zu bedienen und programmieren – auch für Menschen ohne ausgeprägte Fachkenntnisse. Dadurch wird die Servicerobotik zur relevanten Schlüsseltechnologie in allen möglichen Branchen und Bereichen. Genau das zeigte der automatica Showcase Service Robot City: die Performance einer neuen Generation, die mit einfacher Programmierung und intuitiver Bedienbarkeit punktet.

© Messe München GmbH
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Patrick Tresset, Photo by New Media Gallery